

Beauftragt wurden die berühmte
Architektin Nasrine Seraji-Bozorgzad sowie Lef Kazouka für die
Szenographie, da der Conseil Général der
Drachenhöhle als bedeutender Gedenkstätte ein
zeitgenössisches Gewand verleihen wollte.
Jeder Besucher, der sich dem Gebäude nähert, spürt
sofort, welch bedeutsamer Ort dies ist. Verstärkt wird dieser
Eindruck durch das beeindru-ckende Panorama. Das neue Gebäude
hoch oben über dem Aisnetal wurde in der Form eines
Ein-familienhauses mit schwebendem Dach konzipiert und liegt an der
Route des Chemin des Dames. Der Steg, über den man das Museum
betritt, ist aus Holzlatten und erinnert an die Lattenroste in den
Schützengräben, und sobald man die Eingangshalle betritt,
hat man durch die riesigen Fensterfronten das Gefühl, sich in
einem uneinnehmbaren Beobachterposten über dem Aisnetal zu
befinden, so dass der Besucher sich für einen Augenblick als
Späher fühlt.
Im Inneren bietet auch die lichtdurchflutete Cafe-teria einen
herrlichen Panoramablick über das Tal. Nicht weit davon
befindet sich ein Filmraum. Anschließend geht es abwärts
geradewegs zur Drachenhöhle.


Szenographie im Dienste der
Geschichte… Die Drachenhöhle wurde einige Male
architektonisch und künstlerisch umgestaltet, um die
Besonderheiten dieser Gedenkstätte richtig zur Geltung zu
bringen.
Vom Schatten der Wände bis ins Licht, in dem Bildschirme,
Tafeln und Vitrinen zu sehen sind, wird jeder Schritt der Besucher
von raffiniertem Licht begleitet. In jedem Abschnitt des Rundwe-ges
wird ein Ausschnitt der Geschichte unter verschiedenen
Gesichtspunkten erzählt: Geografie, Soziales,
Militärisches, etc.
In den unterirdischen Sälen entdecken die Besucher mit jedem
Schritt neue historische Details und den Alltag der Soldaten, die
sich im 1. Weltkrieg auf dem Chemin des Dames und in der
Dra-chenhöhle befanden. Zahlreiche Informationsträger
begleiten den Besucher, wenn er die Zeugnisse und die Geschichte
des Krieges von 1914 – 1918 entdeckt: audiovisuelle Medien,
Schautafeln, handgemachte Gegenstände, Fotos als
Hintergrund.
Um einen erinnern die Kalkmauern daran, wie die unterirdischen
Gänge während des Krieges ausgebaut wurden: Kapelle,
Friedhof, Brunne, Verbandsplatz,e tc.